An Christi Himmelfahrt, dem 29.05.2025, diente Apostel Matthias Pfützner der Kirchengemeinde Dornbirn mit dem Bibelwort aus Apg 1, 10.11
Am Fest Christi Himmelfahrt, dem 29. Mai 2025, diente Apostel Matthias Pfützner der Kirchengemeinde Dornbirn mit einem bewegenden Gottesdienst, dem das Bibelwort aus Apostelgeschichte 1,10–11 zugrunde lag:
„Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“
Nach der Lesung des erweiterten Abschnitts aus Apostelgeschichte 1,4–12 durch Diakonin Sandra Lüchinger wandte sich der Apostel mit einer eindrücklichen Frage an die Gemeinde: „Und jetzt?“
Die Jünger standen damals erstarrt da – zwischen Staunen, Leere, Ratlosigkeit und Hoffnung. In dieser Situation stellte sich ihnen wie auch uns heute die alles entscheidende Frage: „Und jetzt?“ – Was tun, wenn der Blick in den Himmel nicht mehr genügt?
Apostel Pfützner ermutigte dazu, aufzuwachen, sich innerlich in Bewegung setzen zu lassen und dem sanften Ruf Gottes zu folgen. Der Himmel sei offen – gerade jetzt beginne das eigentliche geistliche Leben. Die Himmelfahrt sei kein Abschluss, sondern der Auftakt zum Zeitalter des Geistes.
Drei Impulse wurden der Gemeinde mitgegeben:
- Betet um den Heiligen Geist, gebt ihm Raum, euch zu führen und zu stärken.
- Setzt Rituale, die euch helfen, den Blick nach oben zu richten – äußerlich wie innerlich.
- Hört mit der Seele, nicht nur mit dem Verstand – denn der Heilige Geist wirkt in der Tiefe unseres Wesens.
Priester Peter Stenzel, der im weiteren Verlauf des Gottesdienstes in den Ruhestand verabschiedet wurde, sprach in seinem Mitdienen davon, wie sehr wir geistliche Menschen sind – berufen, mit der Seele zu denken, zu glauben, zu hoffen. Himmelfahrt sei auch unsere Perspektive: der Weg zurück zum Vater.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wurde Priester Stenzel unter großem Dank und mit spürbarer Herzlichkeit in den Ruhestand verabschiedet. Viele Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter aus Dornbirn, Lustenau und Widnau begleiteten diesen Moment.
Im Geist des Weitergehens und getragen vom Ruf „Und jetzt?“ folgte die Ordination von zwei neuen Geistlichen: Bruder Siegfried Giacomuzzi wurde zum Diakon und Schwester Petra Mayer zur Priesterin ordiniert. Auch hier stand das Hören auf den Heiligen Geist, das Vertrauen in Gottes Ruf und die Bereitschaft zum Dienen im Mittelpunkt.
Musikalisch wurde der Gottesdienst unter der Leitung von Iván Kárpáti durch Chor, Klavier, Trompete und Saxophon eindrucksvoll mitgestaltet – unter anderem mit Werken von J.S. Bach und einem mitreißenden „O happy day“ zum Ausklang.
Ein besonderer Tag voller Geist, Liebe, Bewegung – und der Frage Gottes an jede und jeden Einzelnen: „Und jetzt?“